Leasing - Grundbegriffe

Leasing
Leasing bedeutet die Nutzungsüberlassung / Miete eines Objekts für die Dauer des vereinbarten Leasingvertrags. Der klassische Leasingvertrag hat eine fest vereinbarte Leasingdauer und einen Restwert (Teilamortisation) oder keinen Restwert (Vollamortisation) am Laufzeitende. Die Leasingrate wird in der Regel monatlich zzgl. Mehrwertsteuer gezahlt. Am Laufzeitende entscheidet der Kunde, ob er das Leasinggut übernimmt oder an die Leasinggesellschaft zurück gibt.

Leasingnehmer
Leasingnehmer können natürliche und juristische Personen sein, z.B. Ihre Firma. Dem Leasingnehmer werden vom Leasinggeber (Leasinggesellschaft) im Rahmen eines Leasingvertrages die Nutzungsrechte an dem Leasingobjekt eingeräumt. Die Nutzung ist zeitlich begrenzt auf die Leasingdauer und muss bezahlt werden (-> Leasingrate).

Leasinggeber
Leasinggeber sind meistens die Hersteller oder Leasingesellschaften. Die meisten Leasing-Gesellschaften sind Tochter- oder Partnerunternehmen von Banken oder von Herstellern, z.B. Deutsche Leasing als Partnerunternehmen der Sparkassen.

Leasingvertrag
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Leasingverträge. Zum Beispiel:

  • Restwertverträge: Der Restwertvertrag ist der gebräuchliste Leasingvertrag und kann damit als „Standard-Leasingvertrag“ bezeichnet werden.
  • Leasing – TA (Teilamortisation): Der Leasingnehmer erhält nach Ablauf der Vertragslaufzeit ein Andienungsrecht, so hat er die Chance das Leasing-Objekt zu kaufen.
    
linearer oder degressiver Ratenverlauf, Sommer / Winterraten möglich, Kilometer-Vertrag (im weiteren Sinne)
  • Flex-Lease-Vertrag: kündbarer Leasingvertrag zu festgelegten Kündigungszeitpunkten.
    Vorsicht: Die Kunden vergessen häufig, den Vertrag rechtzeitig zu kündigen und zahlen dann mehr als notwendig.

  • Vollamortisationsverträge: Leasing – VA, vollamortisiert, linearer oder degressiver Ratenverlauf, Sommer/Winterraten möglich, Flex-Lease Vertrag (Kombination aus TA und VA Vertrag mit Kündigungsmöglichkeiten innerhalb der Laufzeit,
  • Kilometerverträge: Der Kilometervertrag sieht eine vorgeschriebene Laufleistung innerhalb eines festgelegten Zeitraumes vor. Wird von der Laufleistung abgewichen, so sind Mehr-/oder Minderkilometer am Laufzeitende zu entgelten. Kilometerverträge werden in der Regel, unabhängig von Lease Perfect, von Fahrzeugherstellern angeboten.

Restwert
Der Restwert ist der im Leasing-Vertrag festgelegte Wert des Objekts nach Ablauf der Leasing-Zeit. Der Restwert muss nicht zwingend mit dem tatsächlichem Wert des Objekts nach Leasing-Ende übereinstimmen. Leasing-Verträge mit Restwert werden auch als Teilamortisations-Verträge bezeichnet.

Leasingrate (to lease = engl. mieten, pachten) Die Leasingrate ist ein Nutzungsentgelt, um ein Leasingobjekt (Wirtschaftsgut) nutzen zu dürfen. Es ist eine Finanzierungsalternative, da ein Leasinggeber das Objekt anschafft und finanziert und dem Leasingnehmer zur Nutzung überlässt

Leasinggesellschaft
In Deutschland gibt es ca. 1800 Leasinggesellschaften. Diese sind entweder herstellergebunden oder unabhängig. Die 200 größten Gesellschaften machen einen Umsatz von ca. 40 Milliarden Euro pro Jahr.

Anzahlung
Eine Anzahlung ist der Teil des Eigenkapitals, der in eine Finanzierung fließt. Diese kann unterschiedlich hoch sein und verringert den Bedarf des Fremdkapitals bzw. der gewünschten Finanzierungssumme.

Leasingfahrzeuge
Kraftfahrzeuge sind die am häufigsten zu finanzierenden Leasingobjekte. Fahrzeughersteller bieten günstige Leasingmodelle, die es dem Kunden ermöglichen, ein Fahrzeug für eine bestimmte Nutzungsdauer zu nutzen bzw. zu mieten.

Investition
Eine Investition ist eine Kapitalanlage. Im Privaten dient die Kapitalanlage dazu, (Zins)Erträge aus der Geldanlage zu generieren.
Im Unternehmen werden Investitionen getätigt, um den laufenden Geschäftsbetrieb zu betreiben und Gewinne zu generieren. Investiert wird in Immobilien, als auch in mobile Güter wie Büroausstattung, Fahrzeuge und Maschinen.